5 Tipps für eine bessere Feedback-Kultur

Spricht man mit Personalentwickler*innen und Qualitätsmanager*innen, wird schnell klar: Feedback-Systeme funktionieren vor allem dann, wenn sie nicht als Einbahnstrasse angelegt sind. Je mehr Vorgesetzte, Kollegen und Kunden sich wechselseitig bewerten oder um ein Feedback gebeten werden, desto besser lassen sich Optimierungen durchführen. 

Formuliere ein Optimierungsziel und kommuniziere es

Es hat keinen Zweck, allgemeine Fragen zu Leistungen zu stellen und damit dann Probleme zu „finden“. Vielmehr sollten Antworten gezielt benutzt werden, um mit ihnen ein bereits formuliertes Problem lösen zu können. Genauso wichtig: Alle Mitarbeitenden sollten wissen, wozu das Feedback dient und wie es konstruktiv hilft, Leistungen des Unternehmens insgesamt zu verbessern.

Nutze ein erweitertes Feedback-System 

Nur den Vorgesetzten um eine Einschätzung der Mitarbeitenden bitten? Nein, das ist zu wenig. Optimal ist es, dass sich Vorgesetzte und Mitarbeitende gegenseitig bewerten (sogenanntes 180°-Feedback) – oder aber auch Kollegen (270°) oder Kunden und weitere Kooperationspartner (360°) miteinbezogen werden. Viele Meinungen bedeuten dann im besten Fall viel Wissen. Und nur das kann helfen, Probleme anzugehen und den dafür benötigten Mut bei ALLEN Mitarbeitenden freizusetzen.

Stelle offene Fragen 

Fange nicht an, wie in jedem x-beliebigen Fragebogen, Kästchen und Ja- und Nein-Antworten zur Auswahl vorzugeben. Offene Fragen helfen am besten, um wertvolle Gedanken zu Vorgängen oder Leistungen festzuhalten. Multiple-Choice-Auswahlfragen haben vor allem einen entscheidenden Nachteil: Sie werden meist vorschnell beantwortet und sorgen am Ende eher für Verwirrung. Zahlen und Durchschnittswerte können zudem kaum Probleme von Mitarbeitenden abbilden.

Stelle spezifische Fragen 

Passe alle Fragen immer wieder zusammen mit den Mitarbeitenden an. Wer in Feedback-Systemen keine Fragen stellt, die spezifisch auf das Unternehmen und seine Produkte oder Leistungen passen, fördert lediglich beliebige Antworten zu Tage. Mitarbeitende sollten Freude an eigenen Ideen und Fragen entwickeln – und diese jederzeit in neue Feedback-Runden einbringen können.

Stelle Vertrauen her 

Alle Ergebnisse sollten vertraulich behandelt werden. Nur wenn das gewährleistet ist, werden Feedbacks genauer und besser – und können einem Unternehmen wirklich helfen. Auch die Kommunikation der Ergebnisse sollte mit Umsicht und Empathie erfolgen. Denn Feedbacks, die kein „Packen wir’s an“-Teamgefühl vermitteln, sind im Grunde wertlos.

Comments are closed.